Archiv für den Monat: November 2014

Lob und Anregungen nach IBM-Event des SMCDUS

Über das psychologische Twitterprofil, Mitmachmenschen bei der Provinzial und das schnelle Durchstarten des „Social Media Clubs Düsseldorf“ (SMCDUS) diskutierten die Teilnehmer der 2. „Social Media Night“ bei IBM am 18. November 2014.

Rückblick von Teilnehmerin Petra Geerken

Dr. Claudia Hilker und Oliver Nass

Speaker im Gespräch beim SMCDUS-Event: Dr. Claudia Hilker und Oliver Nass (Foto: Michael Milewski)

An der Twitterwall zeigten sich schon während des Vortrags von IBM-Speaker Tobias Mitter Reaktionen zu der Aussage, dass es möglich sei, ein psychologisches Profil bei Twitter ab etwa 200 Tweets zu erstellen. Darüber diskutierten die Besucher später fröhlich weiter. Im Vortrag von Provinzial-Speaker Oliver Nass kam die Frage auf, wie die Provinzial es geschafft hat, ihre Mitarbeiter zum „sozialen Networken“ zu motivieren. „Und wie funktioniert es in deinem Unternehmen?“, lautete eine häufig gestellte Frage untereinander. Eine Erkenntnis: Vom aktiven Vorleben der Bereichsleiter und den „Mitmachmenschen“ hängt der Erfolg einer „Social Software“ innerhalb eines Unternehmens ab.

Bei Wraps und Getränken, gesponsert von Kooperationspartner IBM, nutzten die Teilnehmer nach den Vorträgen von Mitter, Nass und SMCDUS-Gründerin Dr. Claudia Hilker die Gelegenheit zu weiteren Diskussionen und zum Netzwerken.

Neben den fachlichen Aspekten bekam der SMCDUS sowohl vor Ort als auch virtuell reichlich Feedback – Lob ebenso wie (konstruktive) Kritik. Worüber sich das Gründerteam sehr dankbar zeigte. Denn alle Anregungen und Hinweise helfen bei der Vorbereitung der weiteren Veranstaltungen. Ein Punkt war die Dauer der Veranstaltung. In Zukunft könnte es beispielsweise eine Pause zwischen den Vorträgen geben und der Ablauf leicht variiert werden. Und die Vorträge könnten bei den nächsten Events noch deutlicher in den Gesamtzusammenhang des jeweiligen Abends eingebettet werden.

Besonders oft zu hören war das Lob auf die schnelle Etablierung des Clubs in Düsseldorf, der durch die beiden Veranstaltungen mit den Sponsoren rasch ein Forum in der Landeshauptstadt für Social-Media-Experten geschaffen hat.

Alle Informationen,  Präsentationen und die Aufzeichnung der Veranstaltung

Bilder von der Veranstaltung

Tweets zur Social Media Night: SMCDUS @ IBM

Vielen Dank an die Sponsoren, Teilnehmer, Orga- und Gründerteam für die gestrige „Social Media Night“ bei IBM über Business 2.0. Während die Nachberichterstattung mit Bildern und Videos noch in Arbeit ist, wollen wir euch schon mal einige Tweets präsentieren.

Mehr Tweets von der 2. Social Media Nacht auf Storify

Business 2.0@IBM: Speaker Oliver Nass im Kurzinterview

Drei Fragen an Oliver Nass, Abteilungsleiter der Provinzial Rheinland Versicherung AG, Speaker der „Social Media Night“ des SMCDUS bei IBM am 18.11.2014

Welche Kernbotschaft möchten Sie in Ihrem Vortrag vermitteln?

Speaker Oliver Nass

Speaker Oliver Nass

OLIVER NASS: „Die wichtigsten Stakeholder müssen rechtzeitig eingebunden werden, wenn man dauerhaft Social Software in einem Unternehmen etablieren möchte.“

Welche Erfahrungen machen Sie persönlich mit Social Media?

OLIVER NASS: „Technik ist die kleinste Herausforderung beim Einsatz von Social Software
im Unternehmen.“

Welche Wünsche haben Sie an den „Social Media Club Düsseldorf“?

OLIVER NASS: „Ich wünsche mir, dass sich aus den unterschiedlichsten Branchen Speaker
melden, die mit ihren Gedanken und Ideen die Diskussion zu unseren gemeinsamen Themen bereichern.“

Weitere Informationen zur 2. Social Media Nacht Business 2.0

 

Business 2.0@IBM: Speaker Tobias Mitter im Kurzinterview

Drei Fragen an Tobias Mitter, Social Business Global Center of Competence at IBM, Speaker der „Social Media Night“ des SMCDUS bei IBM am 18.11.2014

Welche Kernbotschaft möchten Sie in Ihrem Vortrag vermitteln?

Speaker Tobias Mitter

Speaker Tobias Mitter

TOBIAS MITTER: „Social Media kehrt gerade zu einer seiner Grundtugenden zurück: dem einander Zuhören. Dafür nutzen Unternehmen neue Werkzeuge, um aus Milliarden von Social Media Dialogen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gleichzeitig sehen wir wie die Digitalisierung altbekannte Geschäftsmodelle über den Haufen wirft und für Unternehmen ihre Fähigkeit sich neu zu erfinden zum Schlüsselfaktor für Erfolg wird.

In meinem Vortrag zeige ich konkret:

  • wie die Auswertung von Twitter-Profilen hilft, Kunden in der richtigen Lebenssituation anzusprechen,
  • wie Verbrauchermeinungen die Entwicklung neuer Produkte mitbestimmen,
  • wie der Verbreitungseffekt von Social-Media-Posts durch ,virale Vorhersagen‘ gezielt geplant wird.

Die letzten Jahre zeigen aber auch, dass wir uns von einigen Social-Media-Vorstellungen verabschieden müssen. Auch deswegen freue ich mich so auf den Austausch auf der ,Social Media Night‘.“

Welche Erfahrungen machen Sie persönlich mit Social Media?

TOBIAS MITTER: „Social Media ist aus meinem Alltag nur noch schwer wegzudenken. Bei Problemen finde ich fast immer jemanden in meinem Netzwerk, der jemanden kennt. Und ich liebe es, in einer neuen Stadt schnell den besten Espresso Macchiato in der Nähe zu finden. Oder ich tausche mich bei meinem Hobby mit Musikern in aller Welt aus. Das wäre alles ohne Social Media kaum denkbar.

Ich war aber schon immer neugierig, wie Neues auf Menschen wirkt, und nehme dafür auch die Preisgabe von Informationen wie Geodaten durch Apps in Kauf. Ich nutze Social Media sehr anlassbezogen – von Twitter über Instagram und Tumblr bis zu LinkedIn und Facebook, um nur eine Auswahl zu nennen.“

Welche Wünsche haben Sie an den „Social Media Club Düsseldorf“?

TOBIAS MITTER: „Ein offener Austausch ohne Angst vor ,dummen Fragen‘. Und dass das Verständnis für die Möglichkeiten und Chancen von Social Media weiter gefördert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wird. Und natürlich: Dass ich bei einer der nächsten legendären Verlosungen am Schluss der Veranstaltung auch mal etwas gewinne.“ (Lacht.)

Weitere Informationen zum Event Business 2.0

Business 2.0 @ IBM: Speaker Claudia Hilker im Kurzinterview

Drei Fragen an die SMCDUS-Gründerin Dr. Claudia Hilker, Inhaberin von Hilker Consulting, und Speaker der „Social Media Night“ bei IBM am 18.11.2014.

(1) Was ist das Thema deines Vortrags?

Dr. Claudia Hilker: Im Vortrag geht um Social-Media-Erfahrungen von Unternehmen: Was lernt man auf dem Weg dahin? Zentrale Fragen sind:Hilker-quadrat-klein

  • Was sind die Entwicklungen, Treiber und Hemmnisse?
  • Wie meistern Unternehmen diese Herausforderungen?
  • Welche Learnings und Handlungsempfehlungen gibt es?

(2) Welche Kernbotschaft möchtest du vermitteln?

Dr. Claudia Hilker: Unternehmen, die ihre Zielkunden über Facebook, Twitter, Xing und Co. erreichen wollen, benötigen eine individuelle Social-Media-Strategie. Dazu ist eine  Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen erforderlich. Unternehmen sollten gezielt vorgehen und Chancen und Risiken abwägen. Das Social-Media-Engagement muss die Unternehmensziele unterstützen und das Branding fördern. Der Vortrag zeigt Praxis-Beispiele, wie das konkret aussehen kann. Dabei werden Lösungswege aufgezeigt, wie man Entwicklungen fördern und mit Treibern und Hemmnissen umgehen kann. Die Beispiele zeigen auf, wie Unternehmen diese Herausforderungen meistern. Zudem gibt es konkrete Handlungsempfehlungen und viele Tipps.

(3) Welche Erfahrungen machst du persönlich in diesem Bereich mit Social Media?

Dr. Claudia Hilker: Für viele Deutsche ist das Internet noch Neuland. Viele Unternehmen haben große Probleme damit, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und eigene Strategien zu entwickeln. Oftmals gibt es große Probleme intern mit dem Betriebsrat oder mit den Datenschützern. Manchmal blocken auch die Mitarbeiter in den Abteilungen und verteidigen ihre „Silos“ und Ressourcen. Vielfach geht es Ängste, Überforderungen und Machtspiele im Change Mangement. Doch der digitale Wandel ist eine Herausforderung, der Unternahmen in allen Branchen betrifft, unaufhaltsam ist und die nächsten zehn Jahre andauern wird.

Alle weiteren Infos zur Veranstaltung Business 2.0 @IBM

Digital Natives und Bildung 2.0

Bei der 1. Social Media Nacht am 22. Oktober 2014 war ich als Speakerin für die Generation der digital natives geladen und habe über die Erwartungen an das Lernen mit Bildung 2.0 gesprochen. Hier möchte ich noch einmal Einblicke in meine Gedanken geben.

Rückblick von Speakerin Larissa Schmitz, Studentin der Medienpraxis an der Uni Essen.

Larissa Schmitz auf der 1 Social Media Night Bildung 2.0

Social Media für das Lernen, Web Based Training, Bildung 2.0 oder sogar schon 3.0 – das alles schwirrt bereits in den Köpfen der Universitäten umher, aber findet nicht wirklich den Schalter zum Aktivieren. Dabei ist genau das endlich notwendig, damit den kommenden und schon bestehenden Generationen von digital natives gerecht wird. Sei es Ihnen das Lernen zu ermöglichen, dass sie erwarten oder sogar die Erwartungen beibringen, die digital natives an das Lernen im Zeitalter von Facebook und Co. haben sollten.

Der Lernsinn verändert sich

Eine der zentralen Fragen meines Vortrags lautete: Warum merken wir uns belanglose Informationen aus den Social Media eher, als die Fachinformationen in unseren Seminaren? Der Lernsinn der digital natives verändert sich zunehmend. Auf Facebook und Twitter nehmen wir nur noch Nachrichten in 140 Zeichen auf. Es sind kleine Häppchen, durch die wir uns unser Wissen aneignen. Nicht mehr dicke Bücher, die es in zwei Tagen zu lesen gilt oder volle PowerPoint Präsentationen, auf die wir 90 Minuten lang starren. Mikrolearning ist das Keyword. RSS-Feeds, Social Media und Google sind mittlerweise unsere Portale, durch die wir unser Wissen aufstocken und uns Sachverhalte merken. Das was hängen bleibt, wird verbreitet, geteilt und kommentiert. Smartphones und Social Media sind unser Alltag, also warum nicht auch unser Lernalltag?

Digital Natives – Aktive Lerner

Die Generation Y hat es nicht leicht. Verändert die Technik und die sozialen Netzwerke den Lernsinn, arbeitet das statische Bildungprogramm im Schulalltag dagegen. Dabei könnte es so einfach sein. Das „digital“ in digital natives macht es bereits deutlich. Meiner Meinung nach bedeutet digital hier nicht Lernen mit der neusten und besten Technik, sei es Laptop, Tablet und High Speed Internet. Es geht weit darüber hinaus. Digital meint die eigene Freiheit des Lernens. Ich möchte entscheiden, wann, wo und wie ich lerne. Ist mein Lernumfeld ruhig oder laut, lerne ich drinnen oder draußen? Eigne ich mir das Wissen über kleine Häppchen an oder pauke ich alles auf einmal? Möchte ich die Geschichte Chinas von einem deutschen Dozenten erfahren oder vernetze ich mich direkt mit einem Chinesen in Peking? Es gibt unzählige Möglichkeiten und die Freiheit besteht darin, die ständige Möglichkeit des Lernens nutzen zu können. Das gelingt aber nur durch den ständigen Kontakt mit meinem Lehrmaterial. Sei es über mein Smartphone oder Tablet von unterwegs oder von meinem Computer zu Hause. Sei es um 10 Uhr morgens oder um drei Uhr nachts. Das Internet und die Social Media machen es möglich. Warum nicht auch die Universitäten?

Theorie und Praxis

Mir ist bewusst, dass meine Forderungen bzw. die Forderungen der digital natives leichter gesagt sind, als umgesetzt. Auch sieht die Theorie der Erwartungen der digital natives an Bildung 2.0 anders aus, als die Praxis es hergibt. Konzepte, die den neuen Lernsinn unterstützen sollen, wie Blended Learning (Mischung aus selbstgesteuertem E-Learning und Präsenzlehre), können erst dann greifen, wenn die kommenden Generationen nicht mehr von dem statischen Schulsystem umgeben sind. Schüler werden mit derart festen Vorgaben und Leitlinien durch ihre Schullaufbahn geschleust, dass sie sich an den Universitäten meist überfordert und verloren fühlen. Den Stundenplan selbst erstellen? Eigenständiges Lernen? Hausarbeiten statt Klassenarbeiten? Das alles ist Neuland. Damit in der Praxis Bildung 2.0 auch von uns digital natives umgesetzt werden kann, müssen wir zunächst einmal lernen, selbstgesteuert zu lernen. Erst dann werden wir unseren eignen Erwartungen gerecht.

Fazit: Die Erwartungen, die mit den Generationen der digital natives an das Lernen gestellt werden, müssen von vielen Seiten erfüllt werden. Wichtig ist allerdings, dass nicht mehr nur minimale, sondern riesige Schritte in die Richtung der Digitalen Transformation gemacht werden. Der Film The Voice of the Active Learner von dem Technologiekonzern Blackboard Inc. fasst noch einmal die Erwartungen der Generationen zusammen.


Vortrag von Larissa Schmitz zum Download