Archiv für den Monat: Februar 2015

Medienwandel 2.0: Event beim Handelsblatt rückt näher

Bei der dritten Veranstaltung des „Social Media Clubs Düsseldorf“ (SMCDUS) am Mittwoch, 18. März, zeigt  das Handelsblatt, wie das „Web 2.0“ den Journalismus und die Verlagswelt beeinflusst. Als Speaker geben Verantwortliche dazu Einblicke in das Community-Management und in die Dialogprozesse mit den Lesern.

Von Sandra Hackurtz und Michael Milewski, Redaktionsteam

Wie kann Social Media den digitalen Wandel einer Traditionsbranche beeinflussen? Um diese Frage geht es bei der dritten „Social Media Nacht“ in den Räumen der Verlagsgruppe Handelsblatt. Dabei stellen die Sprecher den Teilnehmer das Community-Management für das Handelsblatt vor, erzählen von ihren Erfahrungen mit Influencern und Trollen – und wie die „Social Community“ das Kuratieren von Inhalten („Content Curation) sowie Feedback-Prozesse beeinflusst.

Social-Media-Redakteurin Tina Halberschmidt, Chefredakteur Oliver Stock beim „Handelsblatt Online“ und Kerstin Jaumann, Leiterin des Bereichs Presse und Kommunikation, behandeln in ihren Vorträgen vor allem drei zentrale Fragen:

  • Welchen Einfluss hat Social Media auf die Verlagswelt und wie geht die
    Verlagsgruppe Handelsblatt damit um?
  • Wie funktioniert der Dialog und der Feedbackprozess mit den Lesern?
  • Welche Mechanismen lassen sich zur Community-Steuerung und -Bindung einsetzen?

„Wer dabei sein möchte, sollte sich noch schnell anmelden“, rät Dr. Claudia Hilker aus dem Gründerteam des SMCDUS. Denn die ersten beiden Veranstaltungen des Clubs waren bereits innerhalb weniger Tage komplett ausgebucht.

Wie schon beim vergangenen Event, wird auch diese Veranstaltung wieder im Internet live gestreamt (und die Internet-Adresse noch bekanntgegeben). Unter dem Hashtag #SMCDUS können dann auch alle, die nicht direkt vor Ort sind, mitdiskutieren und Fragen stellen.

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Save the Date: 18.03.2015 Medienwandel 2.0 @Handelsblatt

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Medienwandel 2.0

Social Media Best Practice: Verlagsgruppe Handelsblatt, Düsseldorf

Die dritte Social Media Nacht befasst sich mit dem Thema Medienwandel und dem Umgang mit den Social Media in der Medien- und Verlagswelt. Der Social Media Club Düsseldorf ist diesmal zu Gast bei der Verlagsgruppe Handelsblatt. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten die Sprecher der Verlagsgruppe, wie Social Media den digitalen Wandel einer traditionsreichen Branche beeinflusst, wie Journalismus 2.0 funktioniert und welche Bedeutung die Social Community für die Themenentwicklung hat. Sie geben außerdem wertvolle Einblicke in das Community Management des Handelsblatt, die bisherigen Erfahrungen im Umgang mit Influencern und Trollen und zeigen an praktischen Beispielen, wie der Dialog mit der Social Community in den Content-Curation- und Feedbackprozess einfließt und gesteuert wird.

Datum:  18. 03. 2015  Uhrzeit: 18:30 Uhr bis 22.00 Uhr

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SMCDUS Chapter-Leader Claudia Hilker im Interview

Fragen an Dr. Claudia Hilker, Inhaberin von Hilker Consulting und Chapter Leader vom Social Media Club Düsseldorf.

Dr. Claudia Hilker

Dr. Claudia Hilker, Inhaberin von Hilker Consulting und Chapter-Leader von SMCDUS

Welche Motivation hattest du, den Club zu gründen?

Auf meiner San Francisco Reise in 2013 habe ich auf einer internationalen IT-Konferenz erlebt, wie offen andere Nationen mit Social Media umgehen. Die Experimentierfreude und die Neugierde haben mich fasziniert. Als Social-Media-Expertin habe ich mich gefragt: „Wie kann ich diesen Funken nach Düsseldorf transportieren?“ Bei meinen Recherchen bin auf den „Social Media Club“ mit Sitz in San Francisco gestoßen. Ich habe Kontakt zum Management aufgenommen und Interesse als Chapter-Leader bekundet. Dann habe ich Kontakt zu den  deutschen Clubs aufgenommen und war als Speaker auf der Social Media Night in Karlsruhe. Der Mix hat mich begeistert! Nicht so steif und förmlich wie manch‘ anderer Business-Club, sondern locker und etwas nerdiger, aber trotzdem mit fachlich fundierten Themen mit Mehrwert und Raum für persönliches Networking. Viele gute Gespräche und wertschätzende Beziehungen sind dabei entstanden. So war mein Wunsch geboren, einen Club in Düsseldorf zu gründen. Gesagt, getan! Aber ganz so einfach war es dann doch nicht.

Was waren die Herausforderungen in der Club Gründung?

Es gab vieles zu klären: „Profit- oder Non-Profit-Club?“ Auch die juristische Klärung war aufwändig. Es hat mich viel Zeit gekostet, ellenlange englische Verträge zu verstehen, weil ich keine Juristin bin. Die Projektplanung fiel mir leicht, denn das zählt zu meinen Aufgaben im Job. Neben der Stakeholder-Analyse erstellte ich eine Risiko-Analyse, das Agenda Setting mit Themen und Aufgaben- und Themenplanung mit konkreten Anforderungsprofilen an Gründer, Sponsoren und Orga-Mitglieder. Dann machte ich mich an die Aufgabe, Menschen zu finden, die das Projekt ehrenamtlich unterstützen. „Wer kommt als Mitglied im Gründer- oder Orga-Team in Frage?“ Es war schwierig, verlässliche, loyale und teamfähige Social-Media-Experten zu finden. Nach einigen Monaten und viele Gesprächen mit persönlichen Treffen war die stürmische Phase des Suchens endlich beendet. Gefunden hat sich nun ein fabelhaftes Gründerteam mit Melanie, Michael und Monika. Ich hätte nie gedacht, dass Gründen im Team so gut funktionieren kann. Das ist wirklich ein positives Erlebnis!

Wie ging es nach der Gründung weiter?

Jeder Gründer bringt wertvolle Kompetenzen für den Club ehrenamtlich ein. Wir ergänzen uns gut, arbeiten super zusammen und haben noch Spaß dabei. Wir haben Regeln und Aufgaben für Projektmanagement vereinbart. Die ersten Events in 2014 sind gut gelaufen. Das Feedback der Sponsoren und das Medien-Echo waren äußerst positiv. Der WDR und andere Medien haben unseren Club berichtet. Die Sponsoren EMBA und IBM haben uns in der Gestaltung der Events tolle Rahmenbedingungen geboten. Auch das Interesse der Teilnehmer ist groß. Das zweite Event war nach wenigen Tagen komplett ausgebucht. Nun arbeiten wir mit Hochdruck am Programm für 2015. Dafür benötigen wir Unternehmen als Sponsoren und ehrenamtliche Mitarbeiter im Orga-Team. Bei Interesse bitte per E-Mail melden.

Was verbindet dich neben dem Club mit Düsseldorf?

Die Gelassenheit der Rheinländer fasziniert mich, z.B. „Et hätt noch emmer joot jejange“ (Es ist bisher noch immer gut gegangen). Ich liebe Spaziergänge und Radtouren am Rhein. Viele nette Menschen habe ich in Düsseldorf kennen gelernt. Und ich mag die Vielfalt der kulturellen Angebote wie die Jazz Rallye und das japanische Feuerwerk.

Welchen Stellenwert haben Social Media für dich beruflich und persönlich?

Social Media sind seit fünf Jahren Schwerpunkt in meiner Unternehmensberatung. Es ist das Thema für meine Bücher, Lehraufträge, Studien und meiner nebenberuflichen Dissertation. Darin erforsche ich die Wirkungserfolge von Social Media in der Versicherungswirtschaft. Einen Auszug daraus gibt es hier:  Zehn Thesen zur Digitalisierung der Finanzwirtschaft.

Beruflich finde ich es spannend, dass immer mehr Unternehmen soziale Netzwerke einsetzen, um Ziele wie Kundenbeziehungen, Akquise oder Reputation zu fördern. Die Erfahrungen, die ich in meiner Beratung mache, sind vielseitig. Dabei entwickle ich Social-Media-Konzepte für Facebook-, Blog- und Video-Marketing und begleite die Umsetzung. Andere Projekte haben das Thema Digitalisierung, was Reifegrad-Messungen und Prozess-Optimierungen betrifft. Führungskräfte trainiere ich dazu, wie man Teams über Distanz führt und eine Experten-Positionierung in Enterprise 2.0 erzielt. Außerdem berate ich zum Krisen-Management mit Online-Reputationsmanagement mit Monitoring.

Es macht mir viel Spaß, die Social-Media-Entwicklung zu erleben und mein Wissen in der Beratung, in Büchern, Lehraufträgen, Seminaren und im Social Media Club zu teilen. Privat nutze ich Social Media, um mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Zwar ist ein persönliches Treffen viel schöner, aber nicht immer reicht die Zeit dazu oder die Distanz ist zu groß. Zur Beziehungspflege eignete sich die schnelle, effiziente und unkomplizierte Art der Online-Kommunikation mit Facebook, Twitter, Xing und Skype gut. Auch im Club-Management spielt es eine wichtige Rolle z.B. für die Event-Vermarktung, wie diese Prezis zeigen.

 Mehr über Dr. Claudia Hilker

Mehr über das SMCDUS-Gründerteam

Das SMCDUS-Gründerteam im Interview: Monika Zehmisch

Fragen an Monika Zehmisch, Inhaberin neue medien werkstatt,
Gründerteam des Social Media Clubs Düsseldorf

Monika Zehmisch, Inhaberin neue medien werkstatt, Mitglied des Gründerteams

Monika Zehmisch, Inhaberin neue medien werkstatt, Mitglied des Gründerteams

Welche Motivation hattest du, den Club zu gründen?

Ich wurde von unserer Initiatorin Dr. Claudia Hilker gefragt, ob ich Interesse hätte, den Club mit zu gründen. Ich lernte die anderen Mitgründer kennen und beschäftigte mich mit dem spannenden Konzept – das hat mich überzeugt, dabei sein zu wollen. Natürlich habe ich auch Respekt vor der ehrenamtlichen Aufgabe, die in der Freizeit bewältigt werden muss. Wir alle haben ja unseren „normalen Job“. Als überzeugte Social-Media-Nutzerin und Beraterin möchte ich das Thema gerne weiter vorantreiben und deshalb bin ich dabei.

Welche Erfahrungen hast du bisher mit dem Club gemacht?

Ich bin überwältigt und begeistert über das Interesse, das unserem Club entgegengebracht wird. Bereits unsere ersten beiden Events waren ausgebucht und haben eine Menge Medienaufmerksamkeit erzeugt: Die Zeit ist reif für professionelles Social Media. Unternehmen und Privatpersonen haben enormen Informationsbedarf. Wir sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

In der Zusammenarbeit mit meinen Kollegen des Social Media Clubs Düsseldorf nutzen wir auch die ganze Bandbreite der digitalen Kommunikation, sozusagen als eigenes „Best Practice“. Wir sind ein tolles Team, ich schätze die Kompetenz der Kollegen und finde, dass wir uns prima ergänzen. Dennoch benötigen wir auch die Unterstützung von weiteren Organisatoren, die uns zuarbeiten und Bereiche abdecken, die wir nicht bedienen können. Dreh- und Angelpunkt sind „Sponsoren“, in der Regel Unternehmen in Düsseldorf, die uns Räumlichkeiten, Infrastruktur und gegebenenfalls auch Speaker bieten, da wir ja als Non-Profit-Club über keinerlei finanzielle Ressourcen verfügen.

Was verbindet dich neben dem Club mit der Landeshauptstadt?

Ich bin ein waschechtes „Düsseldorfer Mädche“ und liebe meine Stadt. Inzwischen lebe ich jedoch vor den Toren der Stadt – im schönen Meerbusch. Mit Düsseldorf verbinden mich besonders – außer den Orten meiner Kindheit und Jugend – meine Gruppe „XING Düsseldorf“ und ich genieße die Nähe zu meiner Stadt Düsseldorf.

Was gefällt dir besonders am Standort Düsseldorf?

Düsseldorf wird oft als elitär, versnobt oder hochnäsig betitelt. Ich nehme Düsseldorf ganz anders war. Düsseldorf ist nicht mondän wie Berlin, hat nicht das Flair wie Hamburg oder München, ist nicht verrückt wie Köln. Um Düsseldorf ins Herz zu schließen, muss man sich schon ein bisschen Zeit nehmen.

Ich liebe den bunten Mix der Stadt, von der wunderschönen Kö bis zur tubolenten Altstadt, vom Fluglärm bis zu idyllischen Plätzchen in den Parks und Wäldern. Und natürlich den Medienhafen und den Rhein, meine Lieblingsplätze im Sommer. Ich bin aber richtig froh, dass der Bau der Wehrhahnlinie bald abgeschlossen sein wird, den Shoppen mag ich im Moment gar nicht in der Stadt.

Geschäftlich ist für mich der Sitz der vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche interessant, aber auch die „Global Player“ und der spannende Mix der Handelsunternehmen.

Welchen Stellenwert haben Social Media für dich persönlich?

Ich liebe und lebe Social Media als selbstverständliches Kommunikations-Instrument – ohne mich davon überrollen zu lassen oder abhängig zu machen. Wichtig ist es für mich, zwischen meiner privaten und meiner öffentlichen Rolle zu unterscheiden. Ich muss der Öffentlichkeit nicht zwanghaft mitteilen, was ich zum Mittagessen gegessen habe, und meine Katzenfotos bei Facebook halten sich auch in Grenzen. Und wenn ich mit Freunden unterwegs bin, dann habe ich nicht die ganze Zeit das Smartphone vor der Nase, sondern unterhalte mich lieber mit realen Menschen.

Deshalb ist für mich die Verbindung zwischen der Online- und der Offline-Welt so besonders wichtig. Ich engagiere mich für „Social Commerce“, Viral-Marketing und Networking. Für „XING Düsseldorf“ organisiere ich Networking-Events, um virtuelle Geschäftskontakte auch im wirklichen Leben zu treffen und oberflächliche Internet-Begegnungen nachhaltiger und werthaltiger zu gestalten. Und hier sehe ich auch meine Aufgabe im Social Media Club Düsseldorf.

Aber bei aller Euphorie über die Möglichkeiten, die Social Media bietet, habe ich auch ein Auge auf rechtliche Themen, Schutz der Privatsphäre und Datenmissbrauch und bin der Meinung, dass hier noch viel Aufklärung betrieben werden muss.

Welchen Kanal nutzt du bevorzugt und warum?

Mein Hauptkanal ist XING. Hier hat im Jahr 2004 alles für mich begonnen und hier moderiere ich als Ambassadorin seit zehn Jahren meine Gruppe „XING Düsseldorf“. Sie hat mittlerweile über 45.000 Mitglieder – es ist unfassbar, wie sich alles entwickelt und verändert hat. Für „XING Düsseldorf“ organisiere ich regelmäßig Business-Events und unterstütze meine Mitglieder beim Aufbau von beruflichen Netzwerken und bei Job und Karriere. Als Ambassadorin arbeite ich eng mit der XING AG in Hamburg zusammen und es macht Spaß, ein kleines bisschen mit an den Rädchen drehen zu können.

Privat benutze ich gerne Facebook und WhatsApp.

Als Marketing-Beraterin kenne und nutze ich natürlich die ganze Bandbreite der Social-Media-Kanäle und -Tools. Ich bleibe neugierig!

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