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Rechts-Event des SMCDUS machte Besucher zu Richtern

Rechts-Event

Gute Stimmung während des Events (vorne, v.l.): Rechtsanwalt Peter Huppertz von der Kanzlei HLPF mit Moderator Michael Milewski, Chapter-Leaderin Claudia Hilker und Co-Moderatorin Petra Geerken vom SMCDUS
(Foto: Andreas Muck)

Wie würden Sie entscheiden? Für sein siebtes Event setzte der Social Media Club Düsseldorf (SMCDUS) zusammen mit der Wirtschaftskanzlei Hoffmann Liebs Fritsch & Partner Rechtsanwälte mbB (HLFP) auf Interaktivität, indem es die Teilnehmer am 25. Oktober kurzzeitig zu Richtern machte. Per Voting-Tool konnten sie „live“ über reale Fälle aus der Praxis „urteilen“, die das Thema des Abends im Kulturzentrum NRW-Forum spielerisch veranschaulichten: die Rechtssicherheit rund um soziale Netzwerke.

Rechts-Event

Aufmerksame Event-Besucher: Im NRW-Forum verfolgten sie die Beiträge von drei Juristen.
(Foto: Andreas Muck)

Von Michael Milewski, SMCDUS-Manager

Was darf sich ein Arbeitnehmer erlauben, wenn er sich in Social Media über seinen Job oder das Weltgeschehen äußert? Welche Sanktionsmöglichkeiten hat der Arbeitgeber, wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung überschritten ist? Reicht eine Abmahnung oder ist sogar eine fristlose Kündigung gerechtfertigt?

Speaker Christian Breetzke

Christian Breetzke
(Foto: Andreas Muck)

Mit solchen Fragen, die Arbeitsgerichte immer wieder beschäftigen, kennt sich Rechtsanwalt Christian Breetzke bestens aus. Er stellte den Besuchern des SMCDUS-Events nicht nur die Rechtsgrundlagen für die „Kündigung 2.0“ vor, sondern ließ sie während seines Vortrages auch über konkrete Konfliktsituationen abstimmen. Die Ergebnisse erschienen in Echtzeit als Balkendiagramme auf der Beamer-Wand und wurden von Fachmann Breetzke kommentiert.

Austausch dank „OnlineTED“

Möglich machte dieses Live-Voting das webbasierte Abstimmungssystem „OnlineTED“. Entwickelt  hat es ein Team der Technischen Universität München. Einmal im Browser mit einem PIN-Code aufgerufen, erlaubt das Tool den Umfrage-Teilnehmern, die zuvor hinterlegten Antworten auszuwählen. Sogar eine Countdown-Funktion ist vorhanden. Mit dieser Form der Interaktivität schaffte es Rechtsanwalt Breetzke, im direkten Austausch mit den Besuchern spannende Einzelfälle seines Vortrages „lebendig“ zu machen.

Dr. Mathias Schneider

Dr. Mathias Schneider
(Foto: Andreas Muck)

Zuvor hatten zwei weitere Juristen die Teilnehmer mit nützlichen Einblicken in die Welt der Rechtsprechung versorgt und sie für mögliche Fallen in der Social-Media-Welt sensibilisiert. So widmete sich Dr. Mathias Schneider den Abmahnrisiken bei der Nutzung vsozialer Netzwerke und griff beispielsweise das wichtige Thema Impressumspflicht auf, während sein Kollege Peter Huppertz typische Fehler und Haftungsfälle vorstellte, die bei der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agenturen und weiteren beauftragten Dienstleistern auftreten können.


Download: Details aus den Präsentationen können Sie in einer Zusammenfassung (PDF) nachlesen, die unser Sponsor HLFP freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.


Peter Huppertz

Peter Huppertz
(Foto: Andreas Muck)

Unsere Besucher nutzten das Event, um zwischen den Vorträgen Fragen an die Juristen zu stellen. Auch Anmerkungen, die uns via Twitter-Wall mit dem Hashtag #SMCDUS erreichten, flossen natürlich in den Event-Ablauf ein. Nach dem offiziellen Programm gab es für die Anwesenden weitere Gelegenheiten, sich bei einem Snack im Foyer des NRW-Forums über rechtliche Themen auszutauschen und zu vernetzen.

Alain Bieber

Alain Bieber
(Foto: Andreas Muck)

Einige Teilnehmer besichtigten auch noch zur vorgerückten Stunde die Ausstellung „heimat.nrw“ des Künstlers Horst Wackerbarth und schossen Erinnerungsfotos auf seinem vielgereisten „roten Sofa“. An dieser Stelle danken wir dem Hausherrn des NRW-Forums, Geschäftsführer Alain Bieber, der seine Türen in Kooperation mit unserem Sponsor HLFP für alle Event-Besucher kostenfrei öffnete und auch persönlich ein Grußwort mit aktuellen Social-Media-Bezügen an die Teilnehmer richtete.

Das komplexe Thema „Social-Media-Recht“ wird den SMCDUS auf jeden Fall weiter beschäftigten. Kontaktieren Sie uns gerne über unsere Online-Kanäle, wenn Sie Wünsche haben, welche (rechtlichen) Aspekte wir aus Ihrer Sicht bei künftigen Events vertiefen sollten!

Event mit Sofa

Gruppenbild mit dem roten Sofa (v.l.): Dr. Mathias Schneider (HLFP), Claudia Hilker (SMCDUS / Hilker Consulting), Michael Milewski (SMCDUS / Fachhochschule Dortmund), Andreas Muck (SMCDUS / muck* photography), Peter Huppertz (HLFP), Petra Geerken (SMCDUS / petra.geerken.marketing) und Christian Breetzke (HLFP)
(Foto: Susanne Terhoeven)

 


Fotogalerie: Weitere Impressionen von unserem Event finden Sie hier.


Kurzinterview mit Speaker Dr. Mathias Schneider

Dr. Mathias Schneider ist Rechtsanwalt bei der Sozietät Hoffmann Liebs Fritsch & Partner Rechtsanwälte mbB (HLFP), mit der wir für das kommende SMCDUS-Event im NRW-Forum am 25. Oktober zusammenarbeiten. Als einer von drei Speakern wird der Jurist über rechtliche Fallen und Abmahnrisiken bei der Nutzung von Social Media aufklären. Wir haben vorab ein Kurzinterview mit ihm geführt.

Rechtsanwalt Dr. Mathias Schneider gehört zu den Speakern beim SMCDUS-Event zur Rechtssicherheit in Social Media.

Rechtsanwalt Dr. Mathias Schneider gehört zu den Speakern beim SMCDUS-Event zur Rechtssicherheit.

Herr Dr. Schneider, gleich drei Juristen informieren beim SMCDUS-Event über juristische Tücken in der Welt der sozialen Netzwerke. Ist es nicht sehr ehrgeizig, das große Thema „Rechtssicherheit in Social Media“ an einem Abend angemessen zu behandeln?

SCHNEIDER: Es wäre sicherlich falsch zu behaupten, dass die rechtlichen Aspekte von Social Media in der Gesamtheit schnell zu erfassen sind. Das Thema ist komplex. Da die Rechtslage zum Teil nicht immer einheitlich beurteilt wird, kann man über viele Einzelfragen mitunter sehr ausführlich diskutieren. Uns kommt es darauf an, an dem Abend Ergebnisse zu präsentieren, die in der Praxis verwertbar sind. Wir möchten den Besuchern die Grundlagen vermitteln, um ihren Umgang mit Social Media rechtssicher zu gestalten. Wir stellen die wichtigsten rechtlichen Vorgaben vor und geben konkrete Tipps, wie man sie am besten umsetzt. Dabei gehen wir auch auf alle aktuellen Trends ein, zum Beispiel das Conversion Tracking durch Facebook-Pixel.

Wie praxisnah können Sie und Ihre Kollegen denn Einblicke und Tipps geben?

SCHNEIDER: Für die meisten rechtlichen Risiken bildet sich schnell eine „best practice“. Meines Erachtens lässt sich diese „best practice“ im Bereich von Social Media besonders gut visualisieren. Auf diese Weise können wir anhand von konkreten Beispielen eine Anleitung geben, um rechtliche Risiken zu minimieren. Im Übrigen können wir auf unsere Erfahrung bei der Beratung von führenden Medien-Agenturen zurückgreifen. Dies spielt vor allem bei den vertragsrechtlichen Fragen eine große Rolle, die wir im zweiten Block behandeln.

Welchen Raum bieten Sie den Besuchern für eigene Fragen?

SCHNEIDER: Selbstverständlich bleibt Raum für Fragen und Feedback. Wir haben in jedem der drei Themenblöcke etwas Zeit reserviert, um auf individuelle Fragen und auf Probleme aus der Praxis der Besucher einzugehen.


Für unser SMCDUS-Event „Rechtssicherheitin in Social Media“ am 25. Oktober können Sie sich noch bis zum 21. Oktober kostenfrei anmelden (solange das Kontingent nicht erschöpft ist).
Hier gelangen Sie zur Anmeldung via XING!


SMCDUS kam ERGO ganz nah

Versicherungen gehören eigentlich nicht zu den Dingen, mit denen sich Verbraucher von selbst gerne beschäftigen. Sehr gespannt waren daher die SMCDUS-Event-Teilnehmer bei ERGO auf die Online-Strategie des Düsseldorfer Versicherungsunternehmens fürs Corporate Blogging.

Rückblick von Michael Milewski aus dem Redaktionsteam

Speakerin Mareike Berkling

Speakerin Mareike Berkling

Am Victoriaplatz begrüßte zunächst Chapter-Leaderin Dr. Claudia Hilker die rund 80 SMCDUS-Besucher, dann übernahm Mareike Berkling, Leiterin der Online-Kommunikation bei ERGO, als erste Speakerin des Abends das Mikro. Sie stellte neben dem Reiseblog des Tochterunternehmens „Europäische Reiseversicherung“ (ERV) und dem Blog des Direktversicherers „ERGO Direkt“ speziell das zentrale Unternehmensblog „ERGO ganz nah“ vor.

Diese Plattform bietet den Lesern Porträts und Reportagen, Infos und Tipps rund um Versicherungen sowie persönliche Einblicke: „Die Blog-Einträge unserer Mitarbeiter sind immer mit einer individuellen Geschichte verbunden“, schilderte Berkling. Zielgruppe seien Kunden, aber auch Bewerber: „In unseren Karrierebeiträgen können sie lesen, wie es ist, hier zu arbeiten.“ Und natürlich verfolgen die eigenen Mitarbeiter ebenfalls, was sich in „ihrem“ Blog tut.

„Cat Content“ und „Skinny Jeans“

Hauptziel sei es, das Image von ERGO zu stärken als Versicherer, der die Bedürfnisse der Menschen versteht und ihnen hilft. „Wir bieten im Blog keine Verträge an. Thematisch greifen wir zwar einzelne Produkte auf, aber nicht schwerpunktmäßig.“ So könne etwa „Cat Content“ am Weltkatzentag bewusstmachen, was die Miezen so alles anstellen – und dabei eher beiläufig einen Versicherungsbezug herstellen. Oder als Ärzte vor zu eng geschnittenen „Skinny Jeans“ gewarnt hatten, verarbeitete eine Kollegin das in ihrem Beitrag ,Gesund versus modebewusst‘, der für reichlich Klicks im Blog sorgte.

Ein bewährter Ansatz sei es zudem, Werbekampagnen, Studien und andere Veröffentlichungen aus dem Haus aufzugreifen – wie etwa den DKV-Report ,Wie gesund lebt Deutschland?‘, wonach die Deutschen zu viel sitzen. „Wir haben die Studie unter verschiedenen Aspekten mehrfach im Blog aufgegriffen und damit für Gesprächsstoff gesorgt“, berichtete Berkling.

Bei den Lesern kommen die Inhalte laut Berkling insgesamt sehr gut an, man halte sich jedoch grundsätzlich mit absoluten Zahlen zurück. Nur so viel: Allein im vergangenen Quartal habe sich die Reichweite mehr als verdoppelt. „Auch die Verweildauer und die Anzahl an Kommentaren nehmen weiter zu.“

Mitarbeiter als Autoren

Geschätzt etwa 40 Prozent der Blog-Inhalte erstellt das sechsköpfige Online-Team selbst, den Großteil steuern die übrigen Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Bereichen bei. „Wenn Kollegen mit Ideen und Vorschlägen zu uns kommen, werden sie meist auch direkt verpflichtet, den Blog-Beitrag zu schreiben“, sagte Berkling mit einem Augenzwinkern. Der Redaktionsplan sehe zwei bis drei Veröffentlichungen pro Woche vor. „Wir haben eine langfristige Planung, wir orientieren uns beispielsweise an Anlässen wie Messen, und wir brauchen auch einen gewissen Vorlauf – trotzdem sind wir in der Lage, auch spontan zu sein und Beiträge bei Bedarf kurzfristig zu tauschen.“

Ausgiebig nutzten die Event-Besucher die Gelegenheit, der Speakerin Fragen zu stellen – zum Beispiel danach, wie die Freigaben für die Blog-Beiträge erfolgen. „Es gibt keine speziellen Abstimmungsprozesse“, erklärte Berkling. „Wir schauen zwar sprachlich über die Texte, sie müssen aber nicht perfekt geschrieben sein. Der persönliche Stil ist wichtig und die Mitarbeiter sollen sich darin wiedererkennen.“ Nur im Ausnahmefall frage das Online-Team inhaltlich beim Vorgesetzten nach. „Die Dienstwege sind sehr kurz und die Autoren haben sehr viel Freiheit.“

Wettbewerb „Dein Weg“

Speakerin Kristian Tewes

Speakerin Kristina Tewes

Als zweite Speakerin von ERGO erläuterte anschließend Kristina Tewes, Referentin in der Online-Kommunikation, die Idee hinter dem Wettbewerb „Dein Weg“, der die Blogger Relations ausbaut: „Im vergangenen Jahr startete ERGO eine Kampagne zum Thema Mut. Es geht darum, sich selbst zu verwirklichen und den nächsten Schritt im Leben zu machen. Daran haben wir angeknüpft und gefragt: Was ist euer Weg zur Selbstverwirklichung?“

Eine Jury, besetzt mit erfahrenen Bloggern, wählte anhand eines Kriterienkatalogs aus 86 eingereichten Beiträgen 20 aus, die dann online zur Abstimmung standen. ERGO lobte insgesamt ein Preisgeld von 11.500 Euro aus für die Beiträge mit den meisten positiven Bewertungen. Der erste Platz wurde mit 5.000 Euro belohnt.

„Bei Facebook und Twitter haben wir den Wettbewerb flankiert und im Blog natürlich auch berichtet, wie der Sieger Kevin Schön sein Preisgeld eingesetzt hat“, so Tewes. Die Aktion habe durchweg positives Feedback hervorgerufen. Trotzdem wollten die SMCDUS-Besucher wissen, wie ERGO online mit Kritik umgeht. „Das beste Mittel gegen Nörgeleien ist Humor“, entgegnete die Speakerin. Auf einen Shitstorm sei man selbstverständlich auch vorbereitet, „schließlich gehört es zu unserem Kerngeschäft, Risiken zu managen“, fügte sie schlagfertig hinzu, ließ aber nicht ganz ernst gemeint offen, ob künftig eine Shitstorm-Versicherung zum Produktportfolio gehören könnte.

Aktuell gibt es übrigens eine Neuauflage des Wettbewerbs „Dein Weg“, Bewerbungen sind noch bis 11. Oktober 2015 möglich.

Genussvoller METRO-Blog

Speakerin Carmen Hillebrand

Speakerin Carmen Hillebrand

Appetit in vielerlei Hinsicht machte gegen Ende des offiziellen Event-Programms Gast-Speakerin Carmen Hillebrand. Nicht um Versicherungsfragen, sondern um leckeres Essen und Trinken dreht sich alles im anregend bebilderten „METRO Genussblog“, den sie den SMCDUS-Besuchern vorstellte. Die Abteilungsleiterin für die Bereiche Social Media & Content bei METRO Cash & Carry Deutschland ließ mit ihrer Begeisterung schnell erkennen, dass sie selbst zu den leidenschaftlichen Blog-Autoren rund um kulinarischen Genuss gehört: „In den Gesprächen mit meinen Fachkollegen bekomme ich unheimlich Hunger und Durst, und der Platz in meiner Küche ist nach diversen Anschaffungen mit der Zeit immer kleiner geworden“, musste sie scherzhaft zugeben.

Mit dem Blog gehe es auch METRO ums Image: „Wir möchten als offenes und modernes Unternehmen wahrgenommen werden.“ Zur breiten Zielgruppe zählen (Profi-)Köche ebenso wie Mitarbeiter als Markenbotschafter und Fachkräfte als potenzielle künftige Mitarbeiter. Besondere Aktionen binden die Leser ein – etwa Blog-Paraden zu speziellen Gerichten oder die Rubrik „Kochherausforderung“, bei der alle vorgegebenen Zutaten verkocht werden müssen.

So genussvoll eingestimmt, ließen sich die Event-Besucher beim abschließenden Networking das von ERGO großzügig organisierte Buffet besonders bewusst schmecken.

Das Event im Video-Rückblick:

Event-Magazin #SMCDUSkompakt
Twistory zum Event

Blogger im Blick: #SMCDUSkompakt 3/15

Corporate Blogging ist das Thema beim fünften SMCDUS-Event, das uns zur ERGO-Versicherungsgruppe führt. Schon jetzt können Sie sich mit unserem Club-Magazin #SMCDUSkompakt darauf einstimmen.

Rede und Antwort stehen uns zwei Expertinnen aus der Online-Kommunikation von ERGO: Leiterin Mareike Berkling gewährt uns Einblicke in ihre Content-Strategie, Referentin Kristina Tewes stellt uns den Blogger-Wettbewerb „Dein Weg“ vor.

Außerdem können wir einen Blick über die Versicherungsbranche hinaus werfen und dabei Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede beim Blog-Konzept diskutieren: Als Gast-Speakerin haben wir Carmen Hillebrand gewonnen, sie ist die Abteilungsleiterin im Bereich Social Media & Content bei METRO Cash & Carry Deutschland. Ihr „Genussblog“ macht sicherlich Appetit auf mehr.

Apropos: Fühlen Sie sich eingeladen, unser kleines Magazin wieder als anregenden Appetizer für unser Event zu kosten. Ihre Fragen und Anmerkungen vor, während und nach der Veranstaltung sind uns natürlich sehr willkommen – ob zum Event-Thema Bloggen oder zum SMCDUS an sich!

Hier gelangen Sie zur Online-Version des #SMCDUSkompakt 3/15.

Das Gründerteam des Social Media Clubs Düsseldorf

Neue Ausgabe: #SMCDUSkompakt 2/15

Zum vierten SMCDUS-Event bei der Werbeagentur GREY ist eine neue Ausgabe unseres Magazins #SMCDUSkompakt erschienen.

SMCDUSkompakt 2/15Rund um das Event-Thema „Werbung 2.0“ werden uns GREY-Experten am 17. Juni informieren und mit uns darüber diskutieren.

1953 legte die Agentur „Werbegramm“
den Grundstein für die heutige
Agenturgruppe GREY Germany. Unter
dem Dach der Marke GREY sind sämtliche
Dienstleistungen entlang der Marketing-
Wertschöpfungskette verbunden.
Als strategische Markenfürungsagentur
entwickelt GREY kreative und
kanalunabhängige Lösungen. Digitalität ist am „Platz der Ideen“, wo unser Event stattfindet, im Denkmuster unseres Gastgebers fest verankert.

Die #SMCDUSkompakt-Ausgabe, die wieder unser Sponsor Gestaltmanufaktur produziert hat, stellt die beiden Event-Speaker von GREY vor:

Sebastian Kraft, Digital Director, berichtet im Interview über neue Herausforderungen: „Das Produkt von GREY, die Kommunikation, ist definitiv vielfältiger geworden, weil sich die Kommunikationswege jedes einzelnen verändert haben.“

Alessandro Panella, Chief Strategie Officer, fasst die Ergebnisse der Studie „BRANDS AHEAD“ zur Zukunftsfähigkeit von Marken zusammen. Dabei geht es unter anderem um die Dialogfähigkeit: „An dieser Stelle zeigt unsere Studie, dass Dialogtiefe ganz klar Dialogbreite schlägt. Mit anderen Worten kommt es nicht darauf an, in allen Dialog-Kanälen präsent zu sein, sondern Menschen zu signalisieren, dass ihre Marke den Dialog ernst nimmt.“

Hier gelangen Sie zur Online-Ausgabe des #SMCDUSkompakt 2/15.

Haben Sie jetzt schon Fragen an die Speaker? Dann nutzen Sie die Chance, uns vorab mitzuteilen, was Sie wissen möchten!

Das Gründerteam des
Social Media Clubs Düsseldorf

Handelsblatt-Online-Chef Oliver Stock: „Auf Augenhöhe mit der Print-Redaktion“

Als Chefredakteur bestimmt Oliver Stock seit August 2011 die redaktionelle Ausrichtung von „Handelsblatt Online“. Beim SMCDUS-Event erläuterte er unter anderem, wie er die Wirtschaftszeitung crossmedial positioniert. Wir haben ihn ergänzend interviewt.

Von Michael Milewski, Redaktionsteam

Oliver Stock

Speaker Oliver Stock beim Event SMCDUS@Handelsblatt (Foto: Susanne Terhoeven)

Herr Stock, „Print und Online gehören zusammen wie Überschrift und Vorspann“, sagt Ihr Kollege Hans-Jürgen Jakobs, Chefredakteur des gedruckten Handelsblatts. Wie macht sich diese Verzahnung in Ihrer Zusammenarbeit mit ihm bemerkbar?

STOCK: „Manchmal bin ich der Vorspann und er die Überschrift. Und manchmal ist es umgekehrt. Im Ernst: Wir verbinden den schnellen Takt von online mit dem nachhaltigen Klang von Print. Wir planen morgens gemeinsam die Site und die Seite, wir stimmen uns im Tagesgeschäft ab, wenn es neue Entwicklungen gibt, und wir achten darauf, dass die schnelle Nachricht ihren Weg zu unseren Leserinnen und Lesern genauso zuverlässig findet wie die ausführliche Analyse.“

Sie sind der erste Online-Journalist in der Chefredaktion seit Gründung des Handelsblatts. Wie klappt seitdem die Zusammenarbeit mit den Redakteuren, mussten oder müssen Sie da Überzeugungsarbeit leisten?

STOCK: „Wir haben bei ,Handelsblatt Online‘ in den vergangenen vier Jahren ein Team von 30 Redakteuren und etwa ebenso vielen freien Mitarbeitern aufgebaut, die allesamt dazu beitragen, den digitalen Inhalten des Handelsblatts ein eigenständiges Profil zu geben. Wir haben eine Online-Redaktion geschaffen, die auf Augenhöhe mit der Print-Redaktion arbeitet. Das war nötig, bevor wir jetzt beide Redaktionen zu einer gemeinsamen Organisation vereinigen können. Das Kind muss erst laufen lernen, bevor wir es auf einen Marathon schicken.“

Welche Erfahrungen machen Sie privat mit Social Media?

STOCK: „Ich nutze Social Media privat vielleicht im Umgang mit meiner Tochter oder meinen Söhnen. Viel häufiger nutze ich es für den Beruf: Als Netzwerk, um Kontakt zu halten, als Recherchetool für neue Geschichten und als Möglichkeit, die eigene Marke darzustellen. Wie die Rohrzange für den Klempner und das Skalpell für den Chirurgen hat Social Media im Werkzeugkoffer des Journalisten seinen festen Platz.“

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Im Video-Interview mit Achim Dunker aus dem SMCDUS-Redaktionsteam erklärte Oliver Stock direkt im Anschluss an unser Event die Bedeutung von Social Media in der Verlagswelt:

Hier finden Sie weitere Informationen, Beiträge und Bilder zum Event.

Business 2.0@IBM: Speaker Oliver Nass im Kurzinterview

Drei Fragen an Oliver Nass, Abteilungsleiter der Provinzial Rheinland Versicherung AG, Speaker der „Social Media Night“ des SMCDUS bei IBM am 18.11.2014

Welche Kernbotschaft möchten Sie in Ihrem Vortrag vermitteln?

Speaker Oliver Nass

Speaker Oliver Nass

OLIVER NASS: „Die wichtigsten Stakeholder müssen rechtzeitig eingebunden werden, wenn man dauerhaft Social Software in einem Unternehmen etablieren möchte.“

Welche Erfahrungen machen Sie persönlich mit Social Media?

OLIVER NASS: „Technik ist die kleinste Herausforderung beim Einsatz von Social Software
im Unternehmen.“

Welche Wünsche haben Sie an den „Social Media Club Düsseldorf“?

OLIVER NASS: „Ich wünsche mir, dass sich aus den unterschiedlichsten Branchen Speaker
melden, die mit ihren Gedanken und Ideen die Diskussion zu unseren gemeinsamen Themen bereichern.“

Weitere Informationen zur 2. Social Media Nacht Business 2.0

 

Business 2.0@IBM: Speaker Tobias Mitter im Kurzinterview

Drei Fragen an Tobias Mitter, Social Business Global Center of Competence at IBM, Speaker der „Social Media Night“ des SMCDUS bei IBM am 18.11.2014

Welche Kernbotschaft möchten Sie in Ihrem Vortrag vermitteln?

Speaker Tobias Mitter

Speaker Tobias Mitter

TOBIAS MITTER: „Social Media kehrt gerade zu einer seiner Grundtugenden zurück: dem einander Zuhören. Dafür nutzen Unternehmen neue Werkzeuge, um aus Milliarden von Social Media Dialogen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gleichzeitig sehen wir wie die Digitalisierung altbekannte Geschäftsmodelle über den Haufen wirft und für Unternehmen ihre Fähigkeit sich neu zu erfinden zum Schlüsselfaktor für Erfolg wird.

In meinem Vortrag zeige ich konkret:

  • wie die Auswertung von Twitter-Profilen hilft, Kunden in der richtigen Lebenssituation anzusprechen,
  • wie Verbrauchermeinungen die Entwicklung neuer Produkte mitbestimmen,
  • wie der Verbreitungseffekt von Social-Media-Posts durch ,virale Vorhersagen‘ gezielt geplant wird.

Die letzten Jahre zeigen aber auch, dass wir uns von einigen Social-Media-Vorstellungen verabschieden müssen. Auch deswegen freue ich mich so auf den Austausch auf der ,Social Media Night‘.“

Welche Erfahrungen machen Sie persönlich mit Social Media?

TOBIAS MITTER: „Social Media ist aus meinem Alltag nur noch schwer wegzudenken. Bei Problemen finde ich fast immer jemanden in meinem Netzwerk, der jemanden kennt. Und ich liebe es, in einer neuen Stadt schnell den besten Espresso Macchiato in der Nähe zu finden. Oder ich tausche mich bei meinem Hobby mit Musikern in aller Welt aus. Das wäre alles ohne Social Media kaum denkbar.

Ich war aber schon immer neugierig, wie Neues auf Menschen wirkt, und nehme dafür auch die Preisgabe von Informationen wie Geodaten durch Apps in Kauf. Ich nutze Social Media sehr anlassbezogen – von Twitter über Instagram und Tumblr bis zu LinkedIn und Facebook, um nur eine Auswahl zu nennen.“

Welche Wünsche haben Sie an den „Social Media Club Düsseldorf“?

TOBIAS MITTER: „Ein offener Austausch ohne Angst vor ,dummen Fragen‘. Und dass das Verständnis für die Möglichkeiten und Chancen von Social Media weiter gefördert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet wird. Und natürlich: Dass ich bei einer der nächsten legendären Verlosungen am Schluss der Veranstaltung auch mal etwas gewinne.“ (Lacht.)

Weitere Informationen zum Event Business 2.0

Business 2.0 @ IBM: Speaker Claudia Hilker im Kurzinterview

Drei Fragen an die SMCDUS-Gründerin Dr. Claudia Hilker, Inhaberin von Hilker Consulting, und Speaker der „Social Media Night“ bei IBM am 18.11.2014.

(1) Was ist das Thema deines Vortrags?

Dr. Claudia Hilker: Im Vortrag geht um Social-Media-Erfahrungen von Unternehmen: Was lernt man auf dem Weg dahin? Zentrale Fragen sind:Hilker-quadrat-klein

  • Was sind die Entwicklungen, Treiber und Hemmnisse?
  • Wie meistern Unternehmen diese Herausforderungen?
  • Welche Learnings und Handlungsempfehlungen gibt es?

(2) Welche Kernbotschaft möchtest du vermitteln?

Dr. Claudia Hilker: Unternehmen, die ihre Zielkunden über Facebook, Twitter, Xing und Co. erreichen wollen, benötigen eine individuelle Social-Media-Strategie. Dazu ist eine  Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen erforderlich. Unternehmen sollten gezielt vorgehen und Chancen und Risiken abwägen. Das Social-Media-Engagement muss die Unternehmensziele unterstützen und das Branding fördern. Der Vortrag zeigt Praxis-Beispiele, wie das konkret aussehen kann. Dabei werden Lösungswege aufgezeigt, wie man Entwicklungen fördern und mit Treibern und Hemmnissen umgehen kann. Die Beispiele zeigen auf, wie Unternehmen diese Herausforderungen meistern. Zudem gibt es konkrete Handlungsempfehlungen und viele Tipps.

(3) Welche Erfahrungen machst du persönlich in diesem Bereich mit Social Media?

Dr. Claudia Hilker: Für viele Deutsche ist das Internet noch Neuland. Viele Unternehmen haben große Probleme damit, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und eigene Strategien zu entwickeln. Oftmals gibt es große Probleme intern mit dem Betriebsrat oder mit den Datenschützern. Manchmal blocken auch die Mitarbeiter in den Abteilungen und verteidigen ihre „Silos“ und Ressourcen. Vielfach geht es Ängste, Überforderungen und Machtspiele im Change Mangement. Doch der digitale Wandel ist eine Herausforderung, der Unternahmen in allen Branchen betrifft, unaufhaltsam ist und die nächsten zehn Jahre andauern wird.

Alle weiteren Infos zur Veranstaltung Business 2.0 @IBM

Digital Natives und Bildung 2.0

Bei der 1. Social Media Nacht am 22. Oktober 2014 war ich als Speakerin für die Generation der digital natives geladen und habe über die Erwartungen an das Lernen mit Bildung 2.0 gesprochen. Hier möchte ich noch einmal Einblicke in meine Gedanken geben.

Rückblick von Speakerin Larissa Schmitz, Studentin der Medienpraxis an der Uni Essen.

Larissa Schmitz auf der 1 Social Media Night Bildung 2.0

Social Media für das Lernen, Web Based Training, Bildung 2.0 oder sogar schon 3.0 – das alles schwirrt bereits in den Köpfen der Universitäten umher, aber findet nicht wirklich den Schalter zum Aktivieren. Dabei ist genau das endlich notwendig, damit den kommenden und schon bestehenden Generationen von digital natives gerecht wird. Sei es Ihnen das Lernen zu ermöglichen, dass sie erwarten oder sogar die Erwartungen beibringen, die digital natives an das Lernen im Zeitalter von Facebook und Co. haben sollten.

Der Lernsinn verändert sich

Eine der zentralen Fragen meines Vortrags lautete: Warum merken wir uns belanglose Informationen aus den Social Media eher, als die Fachinformationen in unseren Seminaren? Der Lernsinn der digital natives verändert sich zunehmend. Auf Facebook und Twitter nehmen wir nur noch Nachrichten in 140 Zeichen auf. Es sind kleine Häppchen, durch die wir uns unser Wissen aneignen. Nicht mehr dicke Bücher, die es in zwei Tagen zu lesen gilt oder volle PowerPoint Präsentationen, auf die wir 90 Minuten lang starren. Mikrolearning ist das Keyword. RSS-Feeds, Social Media und Google sind mittlerweise unsere Portale, durch die wir unser Wissen aufstocken und uns Sachverhalte merken. Das was hängen bleibt, wird verbreitet, geteilt und kommentiert. Smartphones und Social Media sind unser Alltag, also warum nicht auch unser Lernalltag?

Digital Natives – Aktive Lerner

Die Generation Y hat es nicht leicht. Verändert die Technik und die sozialen Netzwerke den Lernsinn, arbeitet das statische Bildungprogramm im Schulalltag dagegen. Dabei könnte es so einfach sein. Das „digital“ in digital natives macht es bereits deutlich. Meiner Meinung nach bedeutet digital hier nicht Lernen mit der neusten und besten Technik, sei es Laptop, Tablet und High Speed Internet. Es geht weit darüber hinaus. Digital meint die eigene Freiheit des Lernens. Ich möchte entscheiden, wann, wo und wie ich lerne. Ist mein Lernumfeld ruhig oder laut, lerne ich drinnen oder draußen? Eigne ich mir das Wissen über kleine Häppchen an oder pauke ich alles auf einmal? Möchte ich die Geschichte Chinas von einem deutschen Dozenten erfahren oder vernetze ich mich direkt mit einem Chinesen in Peking? Es gibt unzählige Möglichkeiten und die Freiheit besteht darin, die ständige Möglichkeit des Lernens nutzen zu können. Das gelingt aber nur durch den ständigen Kontakt mit meinem Lehrmaterial. Sei es über mein Smartphone oder Tablet von unterwegs oder von meinem Computer zu Hause. Sei es um 10 Uhr morgens oder um drei Uhr nachts. Das Internet und die Social Media machen es möglich. Warum nicht auch die Universitäten?

Theorie und Praxis

Mir ist bewusst, dass meine Forderungen bzw. die Forderungen der digital natives leichter gesagt sind, als umgesetzt. Auch sieht die Theorie der Erwartungen der digital natives an Bildung 2.0 anders aus, als die Praxis es hergibt. Konzepte, die den neuen Lernsinn unterstützen sollen, wie Blended Learning (Mischung aus selbstgesteuertem E-Learning und Präsenzlehre), können erst dann greifen, wenn die kommenden Generationen nicht mehr von dem statischen Schulsystem umgeben sind. Schüler werden mit derart festen Vorgaben und Leitlinien durch ihre Schullaufbahn geschleust, dass sie sich an den Universitäten meist überfordert und verloren fühlen. Den Stundenplan selbst erstellen? Eigenständiges Lernen? Hausarbeiten statt Klassenarbeiten? Das alles ist Neuland. Damit in der Praxis Bildung 2.0 auch von uns digital natives umgesetzt werden kann, müssen wir zunächst einmal lernen, selbstgesteuert zu lernen. Erst dann werden wir unseren eignen Erwartungen gerecht.

Fazit: Die Erwartungen, die mit den Generationen der digital natives an das Lernen gestellt werden, müssen von vielen Seiten erfüllt werden. Wichtig ist allerdings, dass nicht mehr nur minimale, sondern riesige Schritte in die Richtung der Digitalen Transformation gemacht werden. Der Film The Voice of the Active Learner von dem Technologiekonzern Blackboard Inc. fasst noch einmal die Erwartungen der Generationen zusammen.


Vortrag von Larissa Schmitz zum Download