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SMCDUS SEO Social Media

Nützliches SEO-Event voller Überraschungen

Das sechste Event des Social Media Clubs Düsseldorf (SMCDUS) rund um SEO war in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes: 70 Teilnehmer freuten sich am 17. März im Oldtimer-Zentrum „Classic Remise“ über eine ungewöhnliche Location, über ein hochgradig relevantes Online-Marketing-Thema – und über die Speaker unseres Sponsors argutus, die sowohl mit nützlichen Experten-Tipps als auch mit einigen Überraschungen aufwarten konnten.

Von Michael Milewski, SMCDUS-Manager

Udo Carl, argutus-Geschäftsführer

Udo Carl, argutus-Geschäftsführer

Für erstes Erstaunen sorgte direkt zu Beginn argutus-Geschäftsführer Udo Carl, ehemaliger Leiter im Bereich Neue Medien der Metro AG, als er unter einem großen Pappkarton einen Overhead-Projektor hervorholte („den guten alten Liesegang“). Foliengestützt mit Stift und offline über die Funktionsweise von Online-Gigant Google aufgeklärt zu werden – in diesen Genuss einer charmanten Retro-Präsentation dürften bislang die wenigsten Besucher gekommen sein. Udo Carl erläuterte nachvollziehbar, wie sich Google-Trefferergebnisse optimieren lassen – über Stellschrauben wie Inhalte („vermeiden Sie doppelten Content“), Technik („Google belohnt schlanken Quellcode“) und Verlinkungen („Qualität steht, anders als noch vor zehn Jahren, ganz klar vor Quantität“).

Orientierung am Trust-Wert

Um zu verdeutlichen, warum es sinnvoll ist, dass Google eine verlinkende Seite evaluiert, brachte Udo Carl ein Alltagsbeispiel: „Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer fremden Stadt und fragen nach dem Weg. Genauso wie Sie überlegen, ob Sie eher einem Obdachlosen, einem Schüler oder einer Mutter vertrauen, orientiert sich Google an einem Trust-Wert und erhebt dafür ein Profil über die Kompetenz.“ Hinzu komme die Analyse des Nutzerverhaltens: „Wie wohl fühlt sich ein Besucher auf meiner Website?“

SEO-Relevanz von Social Media

Der Einfluss von Social Media auf das Google-Ranking sei differenziert zu sehen: Das bloße Liken, Kommentieren und Teilen innerhalb eines Netzwerks habe an sich noch keine Auswirkung auf das Google-Regelwerk. Eine SEO-Relevanz ergebe sich erst, wenn Nutzer beispielsweise einen Website-Beitrag mit Adresse in Facebook oder in einem Blog anteasern und die Nutzer dann zu Besuchern der Website werden. „Social Media und SEO stehen nicht in einem kausalen Zusammenhang, sondern in einem korrelativen“, erklärte Udo Carl. Oder anders ausgedrückt: Hohe Interaktionsraten in sozialen Netzwerken sind nicht der Grund für bessere Rankings, aber sie gehen damit einher. Fazit: „Social Media und SEO sollten öfter miteinander als gegeneinander arbeiten.“

Christoph Weidner, Business Development bei argutus

Christoph Weidner, Business Development bei argutus

Bedeutung von Keywords

Vom Overhead-Projektor zum Beamer als Präsentationsmedium wechselte danach Christoph Weidner, bei argutus zuständig für das Business Development, und verblüffte mit Insights, wie sich das optimale Budget im Online-Marketing kalkulieren lässt. Er ging speziell auch auf die Bedeutung von Keywords für die Click-Through-Rate (CTR) ein: „Es macht beispielsweise für einen Handwerkermeister einen deutlichen Unterschied, ob jemand nur ,Schuhe‘ sucht oder ,handgemachte Damenschuhe mit Schnüren‘. Im ersten Fall konkurriert er nämlich mit etablierten Großkonzernen wie Zalando. Er sollte sich also besser im Detail abheben.“ Wie wichtig es ist, dass sich die selbstgewählten Keywords mit denen der (potenziellen) Kunden decken, zeigte das Beispiel der „Beschattungssysteme“: „Geht es da um Detekteien oder um Marquisen?“

Simon Spinczyk, Entwicklungsleiter bei argutus

Simon Spinczyk, Entwicklungsleiter bei argutus

Speed-Analyse für Freiwillige

Überraschende Erkenntnisse lieferte im Anschluss auch Simon Spinczyk, Entwicklungsleiter bei argutus, mit seiner Speed-Analyse für drei Freiwillige aus dem Publikum. Dabei wurde deutlich, dass sich blindes Vertrauen in die SEO-Kompetenz einer Agentur rächen und ein eigener Blick in den Quelltext einer Website sehr aufschlussreich sein kann – sowohl bei der eigenen als auch bei der Konkurrenz. Praktischer Tipp: „Unterschätzen Sie nicht die Tags ,Title‘ und ,Description‘ im HTML-Code. Diese gehören zu den relevantesten Elementen, die Sie bedienen können, denn sie entscheiden darüber, ob ein User auf Ihren Eintrag klickt. Und Sie müssen tatsächlich genau dafür sorgen, sonst riskieren Sie, Ihre Ranking-Position zu verlieren. SEO-Optimierung ist ein fortlaufender Prozess, achten Sie immer auf passende, frische Inhalte.“ Ein weiteres Merkmal, das Google goutiert, sei ein SSL-Zertifikat. „Das bekommen Sie schon für rund 30 Euro im Jahr.“

Kostenfreie Analyse-Tools

Außerdem empfahl Simon Spinczyk zwei kostenfreie Analyse-Tools:

  • PageSpeed Insights“ von Google: „Sie erhalten einen ausführlichen Report, das sind Basics, dafür brauchen Sie noch keine Agentur.“
  • Copyscape: „Damit spüren Sie Text-Plagiate im Netz auf, die Google in der Trefferliste bestraft.“

Geschenke zum Abschied

Mit angeregten Diskussionen und Networking klang das SMCDUS-Event erst zu später Stunde aus, verbunden mit einer letzten Überraschung: Für alle Teilnehmer hatte argutus kleine Abschiedsgeschenke vorbereitet, unter anderem ein Whitepaper für erfolgreichen E-Commerce und jeweils eine originale Dubliner Bierdose mit Guiness – terminlich perfekt passend zum irischen Gedenktag St. Patrick’s Day.

Abschlussbild (v.l.): Simon Spinczyk und Christoph Weidner von argutus mit den SMCDUS-Managern Dr. Claudia Hilker (Hilker Consulting), Petra Geerken (Petra Geerken Marketing) und Michael Milewski (FH Dortmund)

Abschlussbild (v.l.): Simon Spinczyk und Christoph Weidner von argutus mit den SMCDUS-Managern Dr. Claudia Hilker (Hilker Consulting), Petra Geerken (Petra Geerken Marketing) und Michael Milewski (FH Dortmund)

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Ausblick: Beim nächsten SMCDUS-Event am 15. Juni 2016 sind wir wieder zu Gast bei unserer Sponsorin EMBA. Weitere Informationen folgen!